Garrit Golombek (MTV Wolfenbüttel) Interview vom 10. Mai 2018 Fussball-Harz im Sixpack mit Garrit Golombek, dem 27-jährigen Mittelfeldmotor vom MTV Wolfenbüttel. Er hat die Erfahrung von fast 130 Regionalligaspielen, die er für den Goslarer SC und VfV 06 Hildeheim bestritten hat auf dem Buckel. Seine letzten vier Jahre im Juniorenbereich durchlief er beim VfL Wolfsburg. Aktuell hat er 14 Einsätze und sieben Tore für den MTV Wolfenbüttel in der Landesliga Braunschweig auf seinem Konto. Zur neuen Saison sucht er eine Herausforderung als Spielertrainer, bei einem Verein im Fussball-Harz Kreis mit klaren Vorstellungen und Zielen. 1. Wir kennen uns ja nun schon seit Jahren. Seitdem du beim GSC gespielt hast, begleitet Fussball-Harz deinen Weg. Nun verlässt du den MTV Wolfenbüttel, was hat dich zu dieser Entscheidung getrieben? Laut Presseberichten wollte der Verein dich halten. Leider war es nicht möglich, meinen Beruf als Personaldisponent mit dem aktiven Spielen in der Landes- oder sogar Oberliga und meiner Trainerlaufbahn unter „einen Hut zu bekommen“. Es wäre nur möglich gewesen, wenn ich dafür jeden Tag auf dem Platz gestanden hätte. Wenn ich allerdings das noch so gewollt hätte, dann hätte ich auch weiter Regionalliga spielen können, wozu ich in der Winterpause auch noch die Möglichkeit gehabt hätte. Da habe ich mich aber weiterhin für unser Ziel beim MTV entschieden. Außerdem wollte ich beruflich Fuß fassen und meine Hochzeit steht auch an, ein Umzug weg von hier, hätte im Moment nicht in meine Pläne hinein gepasst. 2. Du hast mehrere Jahre als Berufsfußballer dein Geld verdient. Wo siehst du heute die Unterschiede zwischen deiner Zeit als Fußballer und der jetzigen Zeit mit Job und Fußball? Man hat als Fußballer sicher viel Freizeit, aber dann doch irgendwie nicht. Man muss bedenken, dass man als Berufssportler kein geregeltes Leben hat. Einen Tag trainiert man einmal, den nächsten zweimal, das ganze erfährt man von Tag zu Tag. Mal ist das Spiel am Freitag, dann wieder am Samstag. Dazu kommt immer eine 6-Tage Woche und kein richtiger Urlaub, denn im Urlaub bereitet man sich ja schon wieder auf die Vorbereitung vor. Trotzdem will ich diese Zeit nicht missen und ich bin absolut glücklich, dass ich zumindest etwas meinen Traum leben durfte. Im Vergleich zum MTV ist das was ganz anderes. Der Fußball ist wieder viel mehr Hobby geworden und man steht plötzlich mit Freunden und nicht nur mit Teamkollegen auf dem Platz. Man weiß, dass man 3x die Woche trainiert und man hat auch mal Wochenende, welches man als Berufsfußballer so gut wie nie hat, da entweder Abschlusstraining am Samstag oder Regenerationstraining am Sonntag ormittag war. Je nachdem, wann gespielt wurde. 3. Seit kurzem hast du die DFB-Elite Lizenz, was sind deine Ziele als Trainer? Ich möchte in naher Zukunft die Lizenzbedingungen erfüllen, um mich im kommenden Jahr für die A-Lizenz bewerben zu können. Meine Abschlussnoten haben mir die direkte Zulassung zur DFB A-Lizenz -Ausbildung ermöglicht. Dafür muss ich allerdings mindestens ein Jahr als Trainer tätig sein. 4. Wie geht es jetzt sportlich mit dir weiter? Dazu kann ich leider noch gar nichts sagen. Ich würde gerne als Spielertrainer meine Erfahrungen als ehemaliger Regionalligaspieler weitergeben. All die Trainer unter denen ich arbeiten durfte, haben mich geprägt und ich habe das für mich Beste von jedem mitgenommen und möchte es nun weiter geben. Wohin es geht, dass weiß ich noch nicht, da bin ich völlig offen. Ich wünsche mir, wie schon erwähnt, zur neuen Saison als Spielertrainer tätig zu sein oder das aktive S pielen mit einer Funktion im Trainerbereich irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Fest steht bisher nur, meine A-Lizenz Ausbildung steht definitiv auf dem Plan. 5. Was für ein Verein sollte/könnte das sein, bei dem du als Spielertrainer anheuern würdest und was kann sich der Verein von dir dabei erwarten? Auch beim Verein bin ich ziemlich offen. Wichtig ist, dass der Vereine Ziele verfolgt, die wir dann gemeinsam in einem Plan ausarbeiten. Das Umfeld sollte passen und alle Verantwortlichen sollten an einem Strang ziehen. Ich möchte das meine „fußballerische Handschrift“ erkennbar wird. 6. Könntest du dir mit diesem Verein eine längerfristige Zusammenarbeit vorstellen? Wie schon erwähnt, müssen Ziele abgesteckt und in einem Zeitplan ausgearbeitet werden. Oftmals geht nichts von heute auf morgen, daher bin ich auch, was die Vertragslänge angeht, flexibel. Interessierte Vereine, können sich gerne zur Kontaktaufnahme zu Garrit Golombek bei Fußball-Harz melden.