Steven Kientopp (Spielerberater) Interview vom 25. März 2017 Fussball-Harz im Gespräch mit dem 27-jährigen Spielerberater Steven Kientopp. Aktuell spielt der Mittelstürmer selbst noch beim SC Gitter in der Landesliga und hat bei 19 Spielen sieben Tore auf seinem Konto. 1. Steven, wie wird man eigentlich Spielerberater? Durch meinen Bruder Norman Kientopp, der in der Jugend bei Werder Bremen auf dem Fussballinternat gelebt hat und bereits für Hannover 96 sowie Eintracht Braunschweig am Ball war, bin ich auf diesen Beruf aufmerksam geworden. Da ich schon immer beruflich mit dem Fussball zutun haben wollte, werde ich diese Chance jetzt nutzen. 2. Was macht einen guten Berater aus? Das man immer im Sinne des Spielers handelt, seine Interessen vertritt und im privaten Bereich unterstützend zur Seite steht. 3. Wie findest du deine Spieler? In erster Linie auf dem Fußballplatz. Ich bin sehr viel unterwegs und immer auf der Suche nach talentierten Fussballern. Spiele, Turniere und Trainingseinheiten stehen somit auf dem wöchentlichem Programm. Desweiteren ist es extrem wichtig gute Kontakte in dieser Branche zu haben und zu pflegen. Dadurch kommen Spieler auch auf mich zu oder empfehlen mich weiter. 4. Hast du auch ein Vorbild? Ein direktes Vorbild habe ich nicht, aber ich bewundere die Arbeit mehrerer Berater, wie zum Beispiel die von Mino Raiola, Jorge Mendes oder auch Reza Fazeli. 5. Was kannst jungen Spielern raten, die das Ziel haben, ein "Fußballprofi" zu werden? Der Weg, ein Fußballprofi zu werden, ist ein weiter… Um „Profi“ werden zu können, musst du auch wie ein „Profi“ leben. Dazu gehört der ständige Wille, immer besser zu sein als die Anderen. Eiserne Disziplin und eine gesunde Ernährung sind die Grundvoraussetzungen. Die Garantie, es zu schaffen, kann dir keiner geben. Daher muss auch ein Plan B vorhanden sein. Eine gute Schulausbildung ist Pflicht! 6. Viele Experten tragen die These "Geld macht den Fußball kaputt. Das System wird in sich zusammenbrechen" Was sagst du bitte dazu? Da haben die Experten leider recht. Heutzutage geht ohne Geld gar nichts mehr.