Leon Röpke (Schiedsrichter) Interview vom 24. August 2016 Fussball-Harz im Sixpack mit Leon Röpke. Der 18-Jährige pfeift für den TSV Gielde. Leon ist schon seit über vier Jahren als Schiedsrichter im Fussball-Harz-Kreis aktiv.  1. Wie bist Du dazu gekommen, Schiedsrichter zu werden? Ich bin eigentlich nur zufällig Schiedsrichter geworden. Ich habe damals beim MTV Wolfenbüttel gespielt und ein Freund von mir hat gefragt, ob ich Lust hätte Schiedsrichter zu werden und ich habe “Ja” gesagt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon drei Bänderrisse in den Sprunggelenken und so habe ich meinen Schiedsrichterschein gemacht. Seit meinem ersten Spiel, das ich selber gepfiffen habe, ist mir das Pfeifen wichtiger, als selber zu spielen. Ich würde es jedes Mal wieder genauso machen, da es mir viel Spaß macht und es mir sehr in derei Persönlichkeitsentwicklung weitergeholfen hat.  2. Wie gehst Du mit eigenen Fehlern um? Mit meinen eigenen Fehlern gehe ich sehr kritisch um und versuche natürlich, immer so wenig Fehler wie möglich zu machen. Aber wir Schiedsrichter sind auch nur Menschen und können auch mal etwas falsch sehen oder wahrnehmen.  3. Spielst Du selbst auch Fußball im Verein? Bis ich Schiedsrichter geworden bin, habe ich immer gespielt. Heute sieht das Ganze anders aus. Ich spiele jetzt nur noch, wenn ich die Zeit habe und gerade nicht pfeifen muss. Aber zum Training von meiner Mannschaft gehe ich immer noch sehr gerne, da mir die mannschaftliche Geschlossenheit sehr wichtig ist und es immer noch Spaß macht, ab und zu mal gegen den Ball zu treten.  4. Welche Liga möchtest du gerne einmal pfeifen? Mein Ziele sind eigentlich gar nicht so hoch, denn ich gucke immer step by step und versuche mich kontinuierlich zu verbessern. Mal gucken, was dabei herauskommt und wohin die Reise gehen wird.  5. Im Harzer Raum gibt es einige durchgeknallte Typen. Wer war auf dem Feld bisher der lustigste? Als Schiedsrichter erlebt man jede Woche auf dem Platz Spieler, die echt super gute Typen und auch lustig sind. Aber ehrlich gesagt, kann ich keinen speziellen Typen oder Begebenheiten nennen, da es schon mehrfach lustige Sachen und Situationen auf dem Spielfeld gab. Ich hatte schon ein paar Situationen, wo sich vor allem der Fair Play-Gedanke der Spieler in den Vordergrund geschoben hat und das finde ich immer gut!  6. Hast Du Verständnis für die Emotionen der Spieler? Auf jeden Fall habe ich Verständnis für die Emotionen der Spieler. Da ich jahrelang selber Fußball gespielt habe und auch immer ein sehr emotionaler Spieler war, kann man viele Situationen auch sehr gut beurteilen, wenn die Spieler Emotionen zeigen. Meiner Meinung nach gehört das auch zum Sport dazu. Allerdings gibt es schon emotionale Ausbrüche der Spieler, wofür man kein Verständnis mehr zeigen kann, weil es häufig unter die Gürtellinie geht.