Thomas Reichenberger * 14. Oktober 1974, Fußballprofi vom 1. Juli 1995 bis zum 1. Juli 2010. 1. Bundesliga 85 Spiele und 12 Tore, 2. Bundesliga 72 Spiele und 23 Tore, 3. Liga 23 Spiele und 1 Tor, DFB-Pokal 15 Spiele und 4 Tore, Regionalliga 123 Spiele und 62 Tore, Oberliga 44 Spiele und 23 Tore. Vereine als Spieler: Bad Kreuznach, Hassia Bingen, SV Wehen, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Energie Cottbus, KFC Uerdingen, VfL Osnabrück.     1. Welches sind deiner Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften, um im Fußball richtig gut zu werden? Anfangs Spaß und Begeisterung; später gehören Talent und Geradlinigkeit sicherlich genauso dazu wie die richtigen Begleiter. 2. Was ist deiner Meinung nach in der heutigen Zeit besonders wichtig, um entdeckt zu werden? Manchmal muss man zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein, aber jede Entwicklung verläuft anders. Wichtig ist, dass man nicht zu schnell aufgibt und daran glaubt, ohne zu vergessen, dass man auch Plan B im Hinterkopf haben sollte. 3. Hattest/Hast Du fußballerische Vorbilder? Ja, Herbert Waas und Ulf Kirsten ... letztlich sind wir alle drei Leverkusener Legenden (die ersten beiden auf dem Platz, ich in der Kabine :-). 4. Hattest Du vor den Spielen ein bestimmtes Ritual? Keines, das mich meine Karriere begleitet hat ... hin- und wieder punktuell. 5. Was macht für dich einen guten Fußballer aus (sportlich und menschlich)? Dass er sich trotz der eigenen Qualitäten als Teamplayer integrieren lässt und andere im Team durch sein Wirken stärkt. Oftmals müssen mehrere Komponenten zusammenpassen, damit ein Spieler auch wirklich gut ist...man ist nicht überall gleich gut. 6. Hast Du einen Spitznamen und wenn ja, woher kommt er? In Cottbus wurde ich an Tag eins vom Hallensprecher mit „Herbert Reichenberger“ vorgestellt, seit diesem Fauxpas werde ich heute noch Herbert in der Lausitz genannt ... ansonsten hat sich Tommy durchaus bewährt und lässt Thomas keinen Raum. 7. War der Fußball zu deiner aktiven Zeit  körperbetonter als heute? Der Fußball heutzutage ist definitiv noch athletischer und schneller geworden. Spieler agieren noch klarer taktisch und im Verbund. In den heißen Zonen vor dem Tor wird und wurde aber sicher genauso der Körper eingesetzt, um die Null zu halten. 8. Dein Lieblingsverein ist ...? Bayer Leverkusen und  VFL Osnabrück. 9. Wer war dein unbequemster Gegenspieler? Christian Wörns, Robert Kovac im täglichen Training! Da ich zu 99 Prozent im B-Team gegen die unfassbar starken Jungs um Jens Nowotny antreten durfte, habe ich einen Zweikampfsieg oder Torerfolg im Training durchaus als Weltmeistertitel feiern dürfen ... alle acht Wochen war es dann auch soweit (meistens waren alle zu diesem Zeitpunkt auf Länderspiel-Reise). 10. Was ist deine bisher schönste Fußballerinnerung? Da fallen mir 4 besondere Momente ein: 1. Erstes Bundesligaspiel (Einwechslung für Ulf Kirsten - ich meine, er war nicht so glücklich darüber). 2. UEFA-Cup-Spiele gegen Glasgow Rangers (Torerfolg und die Stimmung in Schottland war gigantisch). 3. Champions League-Startelf zwischen Ballack und Ze Roberto und die Hymne vor dem Spiel läuft. 4. 2007: Tor kurz vor Schluss für den VfL gegen Ahlen und der damit verbundenen Aufstieg in die 2. Liga als Kapitän des VfL Osnabrücks.